Blyk: Kostenlose Handy-Telefonate gegen Werbe-SMS

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Der finnisch-britische Mobilfunker Blyk will im nächsten Jahr in Deutschland an den Start gehen. Das Geschäftsmodell: Die Nutzer erhalten Werbe-SMS, dürfen dafür aber kostenlos telefonieren und Kurzmitteilungen verschicken.

Weil gerade in den jüngeren Jahrgängen die Akzeptanz für Werbung steigt, hat Blyk sein komplettes Geschäftsmodell darauf ausgerichtet. Der Mobilfunker bietet 16- bis 24-Jährigen kostenlose Telefonate und SMS und schickt ihnen dafür Werbe-SMS aufs Handy – bislang nur in Großbritannien, in Kürze aber auch in anderen Ländern. In den Niederlanden will man noch in diesem Jahr an den Start gehen, im nächsten Jahr sollen dann Deutschland, Spanien und Belgien folgen, wie Blyk-Gründer und frühere Nokia-Chef Pekka Ala-Pietila gegenüber Reuters erklärte. Derzeit verhandele man mit den einheimischen Mobilfunkern über die Nutzung ihrer Netze.

In Großbritannien hat man bereits mehr als 100 000 Nutzer, die pro Monat 217 Textnachrichten verschicken und 43 Minuten telefonieren dürfen. Im Gegenzug erhalten sie bis zu sechs Werbemitteilungen pro Tag, unter anderem von Adidas, L’Oreal und Manchester United, die auf diesem Wege eine junge Zielgruppe ansprechen wollen. Die Response-Rate auf die Werbe-SMS würde bei 29 Prozent liegen und damit deutlich über dem, was sonst in der Werbebranche üblich ist, erklärte Ala-Pietila. (Daniel Dubsky)