Musikindustrie entdeckt neue Piraterieform

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Und zwar das gute alte Radio, das in den US of A keine Sendelizenzgebühren an Verwertungsgesellschaften abführt.

Piraterie ist derzeit das Totschlagargument bei Verhandlungen um die mögliche Einführung von Sendelizenzgebühren für terrestrische US-Radiosender. In den USA konnten Radiostationen bisher Musik ausstrahlen, ohne dafür zu bezahlen. Nicht so in Europa, wo auch die Sender stolze Summen an die Verwertungsgesellschaften (i.e. Gema) abführen müssen.

Nun fällt den Musikkonzernen ein, dass hier noch eine ungenutzte Einkommensmöglichkeit besteht. Das fegt das Argument der kostenlosen Werbung für Tonträgerverkäufe durch das Radioprogramm vom Tisch. Der Verband der US-Radios NAB (National Association of Broadcasters) dagegen sieht ein jährliches Umsatzvolumen von 2,4 Milliarden US-Dollar, das durch Airplay erst möglich wurde. Schön, wenn zum Ende einer Ära doch noch mal Klartext gesprochen wird. Pauschale Abgaben für Verbreitung via Internet sind auch ein sehr viel heisseres Thema. [fe]

Wired