Hollywood geht zu Bollywood

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Nach den Studios pilgern nun Branchengrößen wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Steven Spielberg nach Bollywood.

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Lange Jahre wurde das bunt-musikalisch-dramatische Filmschaffen aus Bombay belächelt. Vor allem die Heroen aus L.A. hatten nur ein abfälliges Grinsen übrig für die Celluloid-Ambitionen aus dem fernen Indien. Heute ist Hollywood auf dem absteigenden Ast und weiß vor lauter Kinokassen-Flops kaum noch, wie man die nächsten wilden Projekte finanzieren soll. Derweil hat sich Bollywood zur Cashcow entwickelt, die deutlich mehr Filme und höhere Gewinne ausstößt als die müde L.A.-Gemeinschaft. Jene zieht es daher seit Monaten in die erfolgreiche indische Film-Metropole. Die bekannten US-Studios von Viacom, Disney und Sony schauten sich schon vor Ort um, alte US-Stars gehen offenbar zum Sterben nach Bombay (Arnold & Sylvester nahmen Bollywood-Nebenrollen an) und nun rauscht noch Steven Spielberg heran, um für DreamWorks SKG ein Joint Venture mit Filmmogul und Milliardär Anil Ambani (Eigner der Reliance Anil Dhirubhai Ambani Group) einzufädeln. Insgesamt soll ein Investvolumen von schlappen 2 Milliarden Dollar zusammen kommen. Dafür könnte Dreamworks ein paar schöne neue Filmprojekte starten, die sich gleichermaßen ans indische und amerikanische Publikum wenden sollen. (rm)

Bloomberg