Brasilien will neues Piratennest werden

Allgemein

Nach Antigua stellt auch des grösste Land Südamerikas bei der WTO den Antrag auf Copyrightfreiheit.

Nachdem Antigua mit der World Trade Organization (WTO) über des limitierte Recht zur Umgehung von US-Copyright als Ausgleich für unfaire Handelsnachteile durch die nordamerikanische Supermacht verhandelt, will Brasilien nun in die selbe Kerne schlagen. Anders als im Fall der Karibikinsel, wo es um Online-Casinos und deren transnationalen rechtlichen Status geht, hat Brasilien Probleme mit der Subventionierung US-amerikanischer Baumwollbauern durch die Regierung in Washington. Die WTO hat das bereits als Verstoss gegen internationale Handelsvereinbarungen erkannt, nun fordert Brasilien bis zu vier Milliarden US-Dollar Ausgleich.

Da die USA nicht zahlungsbereit sind, denkt man nun auf dem Südkontinent an eine Satisfaktion per Copyright-Ausnahme. Dabei ginge es aber nicht um karibische “Peanuts”, sondern um ein Volumen, das einen nordamerikanischen Entertainment-Konzern schnell an den Rand des Ruins bringen könnte.

Es zeigt sich ausserdem, dass sowohl die Abhängigkeit der USA von internationalen Handelsvereinbarungen wie auch vom Konzept des “geistigen Eigentums” Achillesfersen der Supermacht darstellen, die sie letztlich erpressbar machen. [fe]

Techdirt

Reuters