Piraten als Piratenopfer

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Westliche Hersteller beklagen sich gerne über den laxen Umgang der chinesischen Konkurrenz mit Urheberrechten. Jetzt bekommen die Nachmacher westlicher Technologien das Problem am eigenen Leibe zu spüren: Heimische Piraten kopieren die erfolgreichsten Kopien.

Betroffen sind vor allem Produzenten von Handys im Billigsektor, die sich zwar einerseits bei ausländischen Ideen bedienen, sich andererseits aber zumindest die Mühe machen so zu tun, als seien sie selbst seriöse Unternehmen.

Während sich bei Qualitätsprodukten in China ausländische Marken durchgesetzt haben, von denen die fünf größten 70 Prozent des Marktes beherrschen,  wird im unteren Drittel des Marktes heftig gekämpft, und zwar über den Preis. Die Margen der unzähligen Kleinsthersteller sind verschwindend gering, sie schaffen es damit aber, den bisherigen lokalen Marktführeren wie Ningbo Bird und Amoi das Wasser abzugraben.

Nach Einschätzung von Marktforschern wurden in China im letzten Jahr 170 Millionen Handsets evrkauft, von denen 70 Prozent Piratenware waren. [gk]

Reuters