Microsoft: Eventuell doch Interesse an Yahoo

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Der Software-Gigant begibt sich in Lauerstellung: Möglicherweise könnte eine neue Yahoo-Politik die Kaufinteressen des Windows-Herstellers wecken.

“In der gegenwärtigen Situation ist es schwer zu spekulieren, was passieren wird. Dies ist etwas, was Yahoo und Jerry Yang sowie deren Aktionäre und Vorstände klären müssen”, meint Microsoft-Konzernmanager Kevin Johnson in einem Interview mit der Financial Times. Grund für die Spekulationen ist der mögliche Wechsel von Yahoos Führungsriege. Dafür hat sich auch nicht zuletzt der Milliardär Carl Icahn ausgesprochen. Icahn kaufte dazu einen Teil des Suchmaschinen-Betreibers um diesen dazu zu bewegen mit Microsoft zu fusionieren. Wie wir ebenfalls berichteten wurde eine Zusammenarbeit der beiden Branchengrößten durch persönliche Vorlieben des Yahoo-Chefs Jerry Yang verhindert. Auch der Yahoo-Vorsitz hatte keinen vernünftigen Grund für eine Ablehnung des Angebotes liefern können. Microsoft hofft demnach nachwievor auf einen Wechsel in der Führungsriege um seine Kaufambitionen durchzusetzen.

Auch hätte eine mögliche Yahoo-Kooperation laut Johnson, dem Hauptkonkurrenten Google nicht wirklich das Wasser abgegraben: “Eine Allianz mit Yahoo hätte uns sicherlich mehr Volumen gegeben – allerdings vorrangig in den USA, da Yahoo in erster Linie ein amerikanischer Konzern ist”. (Maxim Roubintchik)