eBay legt sich mit der EU an

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Normalerweise versuchen Unternehmen, die große Teile des Marktes kontrollieren, der EU so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Nicht so eBay: Jetzt, wo die Konsumenten über Ebbe im Geldbeutel jammern, sei die ideale Gelegenheit, um mit verstaubten Gesetzen aufzuräumen.

Klassische Handelsunternehmen genießen nach Meinung von eBay eine Vielzahl von Vorteilen zu Lasten der Käufer, und die will eBay jetzt ganz selbstlos mit gezielter Lobby-Arbeit aufs Korn nehmen.

Insgesamt vier Bestimmungen sollen es jetzt noch ermöglichen, Märkte aufzuspalten und Waren in einem Land zu deutlich höheren Priesen zu verkaufen als in einem anderen.  Das soll ein so genanntes “Call For Action”-Papier ändern, das am Dienstag in Umlauf gebracht wird  und das nach Änderungen bei den Bestimmungen für Distributionsvereinbarungen, Handelsmarken und Kundendienste verlangt.

Eine eBay-Sprecherin erklärt, Ziel seien weltweit einheitliche Preise – vom schwachen Dollar könnten z.B. die Konsumenten in Europa derzeit nicht profitieren. Außerdem soll die Politik bestimmter Markenhersteller untersucht werden, ihre Produkte Online-Händlern zu deutlich ungünstigeren Bedingungen anzubieten als dem traditionellen Handel. [gk]

BBC News