Bulgarien will kyrillische Domains

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Hauptsache selbstbewusst: Bulgarien bringt es zwar gerade mal auf 7,7 Millionen Einwohner, will aber einen Domain-Namen in kyrillischer Schrift einführen. Unterschätzen sollte man die Osteuropäer nicht: Der EU haben sie bereits abgenötigt, den Euro “Evro” buchstabieren zu dürfen.

Mit der Aufnahme des Landes in die EU ist das kyrillische nach dem lateinischen und dem griechischen nun das dritte offizielle Alphabet in der Gemeinschaft, und nun sollen auch Teile des Internets kyrillisiert werden.

Verbündete hat Bulgarien zum Beispiel in Russland, das ebenfalls nach dem Zeichensatz verlangt; Bulgarien ist jedoch nach Mitteilung des zuständigen Ministeriums das erste Land, das dieses Ansinnen offiziell vorträgt. Um der Initiative mehr Nachdruck zu verleihen, will Bulgarien außerdem im Herbst eine Konferenz von Ländern einberufen, die das kyrillische Alphabet benutzen und zu denen so illustre Regionen wie Kasachstan, Kirgisistan, Mazedonien, die Mongolei und Usbekistan gehören. Ob Borat als Gastredner kommen wird, ist offen.  [gk]

Yahoo /Reuters