YouTube: Gelb vor Neid wegen Hulu

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In Sachen Besucherströme glänzt YouTube, wenn es aber ums Geldverdienen geht, hat Newcomer Hulu deutlich mehr drauf.

Google wünscht sich nichts sehnlicher, als aus YouTube wieder ein paar der Moneten herauszuholen, die Zukauf und Betrieb mittlerweile verschlungen haben (schätzungsweise gut 2 Milliarden). Doch genau das Geldverdienen ist bislang der springende Punkt. Ober-Blogger Mark Cuban griff gerade zum Salzstreuer und rieb Google den Erfolg von Neu-Konkurrenten Hulu.com in die offene Wunde. Deren Besucherzahl ist vergleichsweise winzig, doch mit ihren legalen Premium-Inhalten (NBC Universal und News Corp liefern u.a. Sex & the City, The Daily Show, Juno, Lost in Translation ) nehmen sie tatsächlich richtiges Geld ein. Hulu beschränkt sich ja auch nicht künstlich auf 10-Minuten-Clips. Wohl exakt der Grund, weshalb YouTube seine Längenbeschränkung nun kippen will (wir berichteten). Hulu liefert nicht nur volle Episoden und Filme, sondern muss dafür nicht einmal in die Tasche greifen. Statt dessen wird das Angebot kräftig mit Fremdwerbung aufgepolstert. Und das klappt offenbar immer besser, sehr zum Ärger des Videoprimus: Je mehr Besucher Hulu anzieht, desto mehr rollt der Rubel, je mehr auf der YouTube-Site los ist, desto mehr Geld geht verloren. Google wird jetzt sicherlich versuchen, das Hulu-Konzept zu kopieren, doch dafür müssen sie erstmal brauchbares und vor allem kostenfreies Filmmaterial heranschaffen. (rm)

Guardian

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