Die MPAA dreht nun völlig ab

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Der US-Filmverband stellte gestern eine irrwitzige Forderung: Rechteinhaber sollen einfach jeweils 150.000 Dollar abkassieren dürfen, ohne erst nachweisen zu müssen, dass ein Urheberrecht verletzt wurde.

Die MPAA – namentlich in Anwaltsgestalt von Marie L. van Uitert – weint gegenüber den US-Bundesrichtern herum, dass es ja oftmals sehr schwierig und manchmal gar unmöglich sei, einen direkten Beweis zu liefern, dass jemand im P2P-Netzwerk eine Raubkopie gezogen und damit das Copyright verletzt habe. Um also das massenhafte Tun der vielen Rechtsbrecher zu unterbinden, sei es an der Zeit, die Rechteinhaber von der mühsamen Beweislast zu befreien – und ihnen zu erlauben, zur Abschreckung direkt einmal 150.000 Dollar pro Verstoß einfordern zu dürfen.
Man stelle sich nun vor, irgendein verkalkter US-Bundesrichter würde dieser lächerlichen MPAA-Forderung nachgeben. Dann könnte die diabolische Verbands-Maschinerie an jede (!) natürliche und juristische Person einen Abmahnbrief schicken mit der Aufforderung, pro angeblich kopierten Film schnell mal 150K an Barmitteln rüberzuschieben. Ohne Beweis. Und ohne die Chance, erst einmal die Gerichte den Sachverhalt klären zu lassen. DAS wäre dann die wahre Finanzkrise, wenn einfach mal ALLE zahlen sollen. (rm)

Wired