3D-Fernsehen gewinnt in Japan an Fahrt

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Die dritte Dimension soll das Fernsehen um eine bisher unbekannte Komponente erweitern: Wenn es nach den Japanern geht soll die Technologie bald in allen Haushalten Einzug halten.

Die ersten 3D-Fernseher sind in Japan nun auf den Markt gekommen. Die Geräte kosten mit 3960 US-Dollar rund 25 Prozent mehr als gewöhnliche Flimmerkisten. Das Filmerlebnis soll mit den Apparaten jedoch deutlich interessanter sein. Im Preis enthalten sind zwei 3D-Brillen. Die sind allerdings nicht wie frühere Versionen mit einem roten und grünen Brillenglas ausgestattet, sondern einfach durchsichtigen Augengläsern. Für den 3D-Effekt sorgt der Fernseher – passendes Programm vorausgesetzt. Genau an dieser Stelle ist auch der Hacken der neuen Technologie: Wenn man Kim Pyeng-joong, Manager bei Hyundai Japan, Glauben schenken darf werden die Fernsehsender bald mit zahlreichen 3D-Angeboten aufwarten. Momentan gibt es im Land des Lächelns allerdings erst einige wenige 3D-Programme. Viermal am Tag werden im dortigen Fernsehen solche Filme ausgestrahlt. Dabei handelt es sich meistes um Aufnahmen von japanischen Küsten. Bei nicht 3D-gerechten Inhalten schafft es das Gerät angeblich durch interne Berechnungen einen leichten Effekt anzuzeigen.

Außerhalb Japans sind diese Angebote derzeit praktisch undenkbar. Auch die benötigte Hardware ist noch fernab des Marktes. Der rund 4000 US-Dollar teure Apparat soll laut Hyundai ebenfalls nur in lokal abgesetzt werden. Falls das Gerät ein Erfolg wird und die Fernsehsender langsam mitziehen könnte die 3D-Technologie schon bald auch hierzulande Einzug halten. Bis dahin wird es wohl allerdings noch eine Weile dauern. (Maxim Roubintchik)