Telekom verärgert Konkurrenten mit hohen Gebühren beim Provider-Wechsel

IT-DienstleistungenIT-ManagementIT-ProjekteNetzwerkePolitikTelekommunikation

Nachdem die Deutsche Telekom bei der Bundesnetzagentur bis zu 70 Prozent höhere Entgelte für die Umschaltung einer Teilnehmeranschlussleitung (TAL) beantragt hat, sind die Konkurrenten sauer.

Wechselt ein Kunde von der Telekom zu einem anderen Anbieter, muss dieser für die Umschaltung der TAL ein Einmalentgelt entrichten. Bislang waren das rund 50 Euro – künftig, so beschwert sich der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), würden aber über 80 Euro fällig, sollte die Bundesnetzagentur die von der Telekom beantragten Entgelte genehmigen. Das dürfe nicht passieren, seien die Einmalentgelte doch wesentliche Kostenfaktoren für die Provider. Schon allein um den Wettbewerb zu fördern, müsste man sie entlasten, schließlich hätten sie in eine eigene Infrastruktur investiert, so der BREKO.

Den Verband stört vor allem, dass die Bundesnetzagentur kürzlich einen niedrigen Preis für dem Bitstream-Access festgelegt hatte, was Anbieter entlastet, die nicht in eigene Netze investiert haben und einfach auf die Telekom-Infrastruktur zurückgreifen. (Daniel Dubsky)