Briten fürchten GPS-Ausfall

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Und wollen deshalb ein Funksystem aufrüsten, das sie schon im Zweiten Weltkrieg beschützt hat.

Die Furcht vor Terroristen oder was sonst noch Übles vom Kontinent auf die malerische Insel schwappen könnte bringt die britischen Politiker dazu, in wohliger Weltkrieg-II-Nostalgie darüber nachzusinnen, dass man eigentlich ein Backup für GPS (und auch Galileo) haben sollte.

Und das soll Loran sein, ein System, das man seinerzeit entwickelte, um die eigene Marine zu steuern. Loran steht für Long Range Navigation, nutzt niedrige Frequenzen und soll im Gegensatz zu GPS praktisch nicht zu stören sein – und im Gegensatz zu Galileo klann kann man es auch ohne Rest-Europa betreiben.

Kritiker halten Loran zwar vor, nicht kosteneffektiv zu sein und zu wenige Nutzer zu haben (derzeit wird das System von der britischen Küstenwache verwendet); aber da auch das US Department of Homeland Security sich damit beschäftigt, eine modernisierte Version des Systems zu entwickeln, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Loran eine Wiedergeburt erlebt, zumal Versuche des britischen Verteidigungsministeriums gezeigt haben sollen, dass sowohl die Signale von GPS als auch von Galileo leicht zu blockieren seien. [gk]

BBC News