Motorola will 300 Forscher loswerden

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120 Fachkräfte sollen das Unternehmen verlassen, 180 in andere Unternehmensbereiche wechseln. Damit halbiert Motorola seine Handy-Entwicklung.

Das US-Unternehmen Motorola sei zu techniklastig und schaffe es nicht, seine Geräte an den Nutzer zu bringen, heißt es in der RCR Wireless News. Diese will auch erfahren haben, dass insbesondere die Forschungsparten für Telefone – ob mobil oder fest – von den anderen Bereichen abgespalten werden sollen.

Motorola selbst bestätigt die Pläne. Von 600 Forschern sollen demnach mehr als 120 gefeuert werden, 180 in andere Abteilungen gesetzt. Ob der derzeitige Cheftechniker Dan Moloney seinen Vorgängern folgen wird und Motorola verlassen muss oder ob er selbst gehen will, ist noch nicht klar. Zuvor hatte sich die frühere Cheftechnikerin Padmasree Warrior (siehe “Die Top 100 der IT-Branche“) rechtzeitig zu Cisco abgesetzt, und auch ihr Nachfolger Richard Nottenburg hatte Motorola flugs verlassen.

Die verbleibende Forschungsabteilung soll künftig “Applied Research & Technology Center” heißen. Darüber, ob Motorolas Forschungsabteilung eine Stärke ist, wie manche in der Industrie glauben, oder ob die massive Ansammlung von Techies eher als Schwäche anzusehen ist (wie das Wall Street Journal kritisiert), wird heiß diskutiert. (Manfred Kohlen)

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