US-Provider planen Aufpreis für Flatrates

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Wer seinen Breitbandzugang nach Herzenslust gebraucht, soll bald extra zur Kasse gebeten werden.

Die drei größten amerikanischen Internet Service Provider (ISP) drohen damit, den Breitbandzugriff mancher Kunden auf das Internet künftig zu beschränken. Das Problem wurde schon vor einigen Wochen adressiert (wir berichteten), nun wollen die Anbieter Time Warner Cable, Comcast und AT&T zur Tat schreiten. So überlegen sie sich Vertragsänderungen und damit finanzielle Aufpreise für all jene Abnehmer, die über Gebühr Daten durch ihren Anschluss jagen, berichtete gestern die New York Times. Würde dieses US-Beispiel (auch international) Schule machen, dann wäre die klassische Flatrate praktisch unterlaufen und würde nur noch auf dem Papier existieren.

Time Warner forderte bereits Kunden in Texas auf, sich für eine definierte Datenmenge zu entscheiden und dafür ab sofort einen Pauschaltarif zu zahlen. Wer das Datenlimit überschreitet, muss dann mit Nachzahlungen rechnen. Solche Angebote gab es vor Jahren auch schon im deutschen Markt, sind aber wegen der attraktiven Flatrate-Offerten so ziemlich verschwunden. Comcast wiederum kündigte an, den heftigsten Nutzern einfach die Performance des Anschlusses zu kürzen. Auch AT&T äußerte sich in der Times, dass eine Beschränkung der Dauernutzer unvermeidlich sei. Ein durchschnittlicher Kunde brauche sich aber keine Sorgen zu machen. (Ralf Müller)