IBM hämmert auf dem Lenkrad rum

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Big Blue hatte im Laufe der Jahre öfter mal eine skurrile Erfindung aus dem Hut gezaubert. Das Autolenkrad zur Drum-Maschine zu machen, gehört zu den abgefahrensten Ideen.

Grüne Computer, wassergekühlte Chips oder quergestellte Serverracks, das ist die gewohnte Form des Querdenkens bei IBM. Dass die Menschheit aber auch ein interaktives musikalisches Lenkrad benötigen würde, hat wohl kaum jemand erahnt. Nicht nur die ins Steuer integrierten Drumpads überraschen uns dabei, sondern vor allem die Fähigkeiten des Systems, dabei auch noch unsere Lippen zu lesen und den Gesichtsausdruck zu identifizieren. Wozu das? Damit Musik und Tonart auf den Drive des Fahrers abgestimmt werden. Wer seine Lieblingsmelodie pfeift oder trällert, erhält dazu vom System ein paar passende Beats eingespielt. IBM nennt diese Technologie “Artificial Passenger” und soll sicherlich eines Tages mehr können als nur ein paar flotte Takte zu schmettern. Zum Beispiel den Fahrer beobachten und auf Nachtfahrten wachhalten. Oder in Stresssituationen beruhigende Töne zuspielen. Oder die Sprachsteuerung aller wichtigen Systeme übernehmen, ohne dass der Lenker auch nur ein Wort laut aussprechen müsste. Welche Zielgruppe das IBM-System ansprechen könnte, demonstriert dieses YouTube-Video. Eine kleine Testfahrt mit dem Prototypen erlebt man hier. (rm)

Wired