Umfrage: Zwei von drei Befragten lehnen Web 2.0 ab

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Sicherheitsspezialist Avira kam zu erstaunlichen Ergebnissen in einer Umfrage: Zwei Drittel aller Befragten können mit Web 2.0 nichts anfangen.

“Während jeder Siebte seine Kontakte online pflegt, lehnen zwei von drei Befragten Web 2.0 ab”, schreibt Avira in einer aktuellen Mitteilung. Zwar würden Informationen in Wikis recherchiert, Geschäftskontakte über Xing geknüpft und Freundschaften über StudiVZ gepflegt. Doch offenbar sehen die meisten Nutzer diese soffene Umgehen mit persönlichen Daten nicht als gut an: 1.432 Besucher der Webseite beantworteten die ‘Gewissensfrage des Monats’ zu Web2 eher abschätzig.

Dies nutzt die Securityfirma natürlich, um ihre Sicherheitsprodukte über die kostenlosen Versionen hinaus zu vermarken. So hätten Kontaktplattformen ihre Mitglieder unfreiwillig zu Werbeträgern gemacht, Datenschützer würden vor dem ” Daten-Striptease im Web 2.0″ warnen. Allerdings würden Unternehmen nicht umhin kommen, früher oder später die neuen Formen des Wissens- und Informationsaustausches wie beispielsweise Weblogs einzusetzen, erklärt Tjark Auerbach, Gründer und Geschäftsführer von Avira.

Man könne mit den kostenlosen Basisschutzprodukten von Avira natürlich “malwarefrei surfen” – wer mit zusätzlichen Funktionen noch mehr Sicherheit im Netz haben wolle, könne für 39,95 Euro eine Jahreslizenz der Avira Internet Security Suite erwerben. (Manfred Kohlen)

Meinung: Ob die zusätzlichen Features in den kostenpflichtigen Avira-Produkten, beispielsweise Firewall und AntiSpam- sowie Backup-Funktion gegen die Web2-Dummheit (Daten-Striptease eben) etwas ausrichten können, ist fraglich. Immerhin hat Tjark Auerbach sein Produkt gut vermarktet – nötig sind solche Schutzprogramme auf jeden Fall, und wie eine neulich von Mitbewerber G Data veröffentlichte Studie zeigte, sind sie viel zu wenig beim Nutzer präsent. Web2 ist hier aber der falsche Ansatz, Produkte für andere Sicherheitsbedrohungen zu verkaufen.

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