Google kämpft mit Maisbauern und Latino-Techies

Allgemein

Was hat Google bloß getan, dass sich beim US-Kongress sowohl die Organisation der amerikanischen Maisbauern über das Unternehmen beschwert als auch die Latinos In Information Sciences and Technology Association?

Von beiden Verbänden kamen Beschwerdebriefe bezüglich des Werbeabkommens zwischen Google und Yahoo; die Maisbauern haben obendrein schon vor einigen Tagen den vermeintlich mangelhaften Datenschutz bei Gmail angeprangert.

Mehr Klarheit über die seltsame Interessenslage der Agrarier verschaffte ein Blick in die Metadaten der PDF-Version – worüber Google unlängst selbst beim eBay-Verpetzen gestolpert ist. Und da stellte sich dann heraus, dass das Ganze in Wahrheit von einem Lobbyisten namens LawMedia Group kommt, der zwar auch die Interessen der Landwirtschaftler vertritt, wesentliche Einnahmen aber mit der Betreuung von Telekommunikationsfirmen wie National Cable and Telecommunications Association und AT&T macht oder gemacht hat.

Und mit den Netzbetreibern wiederum – da schließt sich der Kreis – ist auch die Latinos In Information Sciences and Technology Association (LISTA) dicke, deren Sorge darum, dass Google-Suchalgorithmen ihre Klientel benachteiligen könnten, vor diesem Hintergrund etwas befremdlich wirkt.

Dabei ist Lobby-Arbeit an und für sich in den USA durchaus akzeptiert – kritisch wird es aber, wenn, wie hier offenbar geschehen, nur mit fremden Briefköpfen gearbeitet wird – auf den eigenen Websites nämlich haben beide Interessensverbände ihre Briefe garnicht erst veröffentlicht. [gk]

news.com