Encyclopaedia Britannica eifert Wikipedia nach

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Die altehrwürdige Enzyklopädie will eine Online-Community aufbauen, die neue Artikel beisteuert und bestehende Artikel verbessert. Ganz so offen wie bei der Wikiepedia ist das System aber nicht.

Die Encyclopaedia Britanncia ist dabei, ihren Webauftritt komplett zu überarbeiten und fit zu machen für eine große Online-Community, die künftig an den Artikeln mitarbeiten soll. Anders als bei der Wikipedia sollen neben Artikeln auch Essays und Multimediapräsentationen verfasst werden können und jeweils die Namen der Autoren genannt werden. Zudem unterscheidet man zwischen den Experten, mit denen man schon lange zusammenarbeitet, und normalen Usern. Die Experten sollen beispielsweise Raum erhalten, um ihre eigene Arbeit zu promoten. Außerdem soll ein Belohnungssystem Anreize zur Mitarbeit schaffen.

Den Kern der Website sollen allerdings weiterhin die Artikel der Enzyclopaedia Britannica bilden, die einer strengen Qualitätskontrolle unterliegen. Die Beiträge der User sollen diese ergänzen, können aber – nach Prüfung – auch in diese einfließen. Eine Beta der neuen Online-Ausgabe der Enzyclopaedia Britannica kann bereits unter www.britannica.com/bps/home begutachtet werden.

Damit hat die Wikipedia nach dem Brockhaus bereits das zweite etablierte Nachschlagewerk zum Umdenken gezwungen. Bereits im April wollte der Brockhaus mit einer kostenlosen Online-Version starten, musste das Vorhaben aber verschieben – wegen des großen Interesses von Medienpartner, wie es hieß. (Daniel Dubsky)

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