Dem Kollegen in den Geldbeutel geschaut

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Wer schon immer den dumpfen Verdacht hatte, dass alle anderen in der Firma viel besser bezahlt werden – und das für weniger Arbeit -, kann sich (zumindest in den USA)  seinen Verdacht von der Website Glassdoor.com bestätigen lassen.

Das jetzt als Beta-Version gestartete Gratis-Online-Angebot soll detaillierte Informationen über Unternehmen und Jobs liefern, die die User anonym quasi auf Gegenseitigkeit abliefern können. Wer sich mit einer gültigen E-Mail-Adresse registriert, muss einen Fragebogen zu seiner eigenen Firma und Position ausfüllen und erhält dann Zugriff auf über 3.300 andere Reports für über 250 Firmen.

Im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Angeboten erhalten die User so keine statistisch errechnete Durchschnittsdaten zu Firmenprofil, Gehältern und Chefs, sondern erfahren haargenau, was für welchen Job gezahlt wird, wie das Betriebsklima wirklich ist und welchen Vorgesetzten man besser vermeiden sollte.

Glassdoor.com prüft alle Einsendungen vor Veröffentlichung darauf, ob der Autor seine Anonymität nicht vielleicht doch verspielt oder ob Firmengeheimnisse verraten werden; Geld wollen die Betreiber der Site, darunter Gründungspersonal von Expedia, mit Anzeigen verdienen. [gk]

BusinessWeek