Videorekorder zittern vor dem Abstellgleis

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Wenn die Filmindustrie ihre Pläne durchsetzen kann, per SOC das Aufzeichnen von Movies aus dem TV zu unterbinden.

Wozu braucht man Videorekorder, egal, ob mit kilometerlangem Magnetband, Festplatte oder optischen Scheibchen drin? Na, um Fernsehprogramm aufzuzeichnen. Filme, die man später in Ruhe sehen will. Damit könnte in naher Zukunft Schluss sein, fügt sich die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) dem Antrag der Motion Picture Association of America (MPAA).

Letztere nämlich wünscht die Aktivierung der schon längst in allen modernen Video-Aufzeichnern eingebauten Selectable Output Control (SOC), um damit nach belieben einzelne (oder auch alle) Filme auf “nicht aufnehmbar” zu schalten. Die FCC prüft derzeit diesen Antrag, unabhängige Journalisten prüfen parallel dazu personelle Verflechtungen zwischen der Filmlobby und der für deren Aufsicht zuständigen Behörde.

Und nach dem bewährten Verfahren der Content-Industrie werden einzelne Erfolge (zuungunsten der Konsumenten) in einzelnen Ländern schnell als “internationale Verpflichtuingen” verkauft. Gut, dass hierzu noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, es handelt sich (noch) um ein schwebendes Verfahren. [fe]

Ars Technica