Fortschritt: Computergehäuse aus Papier

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Wer schon einmal gegen einen Baum geprallt ist, kennt die mögliche Festigkeit von Zellulose. Weißkittel-Wikinger können das nun künstlich nachbilden.

inq_papier.jpgDas Ziel lautet natürlich nicht, künstliche Bäume nachzuahmen (geht mit Plastik besser), sondern aus Papier einen Baustoff zu erzeugen, der umweltfreundlich und natürlich abbaubar wäre, aber die leidigen Metalle ersetzen könnte.
Zellulose ist ursprünglich ein sehr widerstandsfähiges Material, doch die traditionelle Papierverarbeitung erzeugt daraus eine Pampe aus langen, weichen Fasern, die nicht mal einen Finger aufhalten können. Schwedische Wissenschaftler haben den Prozess der Papierwalzerei nun durch Nanotechnologie gepimpt und dabei kleine, starke Fasern erzeugt. Das resultierende Nanopapier sei nicht nur stärker als Pappe, sondern 1,6 mal widerstandsfähiger als geschmiedetes Eisen (214 zu 130 Megapascal). Damit lassen sich also wunderbare bruchsichere Gehäuse bauen, die man später entkernt auf den Kompost werfen könne. Und es ist ein billiger nachwachsender Rohstoff. (rm)

ScienceNow