Acer und HP beenden Patentstreit

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Die beiden Computerhersteller haben ihre Streitigkeiten beigelegt. Mit einer vertraulichen Vereinbarung beenden sie sämtliche Rechtsstreitigkeiten.

Der taiwanische Hersteller Acer gibt in einer Meldung bekannt, alle Patentstreitigkeiten mit dem US-Hersteller Hewlett-Packard beendet zu haben.  Die Details der Vereinbarung seien vertraulich, erklärt Acer.

Schon im März vergangenen Jahres hatte HP gegen Acer geklagt, weil der taiwanische Anbieter gegen Patente von HP wie Funktionen für Energieverwaltung Multiprocessing-Verarbeitung und DVD-Editierung verstoße. HP forderte ein Verkaufsverbot für entsprechende Acer-Geräte in den USA. Als Acer weiter Gerät auslieferte, da die Gerichte in den USA (wie überall) nicht schnell reagierten, legte HP gleich noch eine weitere Klage nach.

Acer-Chef Stan Shih fand es ungeheuerlich, dass HP für logische Selbstverständlichkeiten, die man doch selbst in Taipeh entwickelt habe, Rechte einfordert – und ließ seine Führungsmannschaft im Juli 2007 eine Gegenklage formulieren. Im Oktober 2007 legte das taiwanische Unternehmen schließlich noch eine Beschwerde bei der internationalen Handelsaufsicht ITC ein.

Doch offenbar ging es beiden Unternehmen auf, dass die Streits nur Anwälte statt die technische Weiterentwicklungen finanzieren. Nun kamen sie zu dieser Vereinbarung und legen kurzerhand alle Gerichtsstreitigkeiten und Beschwerden auf Eis. (Manfred Kohlen)

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