Provider bauen Deutschlandgeschäft um

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Wenige Wochen nach dem Zusammenschluss von Festnetzbetreiber Arcor und Telekomkonzern Vodafone beginnt nun das große Stühlerücken.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit 9,9 Milliarden Euro Umsatz und 15.000 deutschen Mitarbeitern teilt sein Geschäft in eine Firmen- und eine Privatkundensparte, berichtete am Wochenende die Financial Times. Für die Führung der Firmenkundensparte werben die Briten den bisherigen Chef von BT Deutschland, Jan Geldmacher, ab. Die Leitung des Geschäfts mit privaten Kunden übernimmt der bisherige Marketing-Geschäftsführer von Vodafone, Frank Rosenberger.

Die neue Struktur ist ein deutlicher Beleg für den Wechsel des Geschäftsmodells von Vodafone. Jahrelang hatte der britische Konzern allein auf den Mobilfunk gesetzt und versucht, seinen Anteil an der ungeliebten deutschen Festnetztochter Arcor loszuwerden. Das änderte sich mit dem Boom der DSL-Internetanschlüsse. Inzwischen bemühen sich die Briten, in allen europäischen Märkten neben Mobilfunkverträgen auch Festnetzprodukte anzubieten. Die Trennung zwischen Festnetz- und Mobilfunkgeschäft wird aufgehoben.

Der neue Geschäftskundenbereich soll sich spezialisieren auf international tätige Kunden, die komplexe Kommunikationsbedürfnisse haben. In diesem Segment war Vodafone bisher nur schwach vertreten. Damit schwingt sich der britische Provider zum größten Wettbewerber der Deutschen Telekom auf. (Ralf Müller)