Google startet GMail Labs: Neue Funktionen im öffentlichen Alphatest

SoftwareZusammenarbeit

Der Such-Krösus bezieht die Nutzer mit ein, wenn Entwickler mal schnell eine neue Funktion einführen – ohne Garantie auf Funktionsfähigkeit kann hier munter drauflos probiert werden.

“Wir starten die GMail Labs”, erklärte Google gestern. Hier sollen die User selbst neue Funktionen ausprobieren und mitentscheiden, ob sie in das Produktportfolio aufgenommen werden.

Die Funktionen lassen sich aktivieren oder deaktivieren. Welche Funktion am häufigsten aktiviert wurde, soll später zuerst in Google Mail aufgenommen werden.

So können neue Funktionen der Entwickler schneller bereitgestellt werden, denn durch das User-Feedback sind sie eher fehlerfrei und nutzerfreundlich. Zur Zeit stellt Google 13Funktionen zum Testen bereit, darunter eine Speicherung der Suchanfragen im Mailsystem, ein kleines Spiel und mehr. Das Spiel “Old Snakey” wird es vielleicht nicht in Google Mail schaffen – doch wer sich im Entwicklerteam bewerben wolle, müsse doch in Old Snakey mindestens 150 Punkte erreichen, heißt es im GMail-Blog.

(Anmerkung der Reaktion: Das von Google neu gepachtete NASA-Gelände ist dann vielleicht eine Nummer zu groß für die paar neuen entwickler, die dies schaffen).

US-Nutzer von Googles Mailsystem können die neue Funktion bereits nutzen: im Menü “Settings” erscheint der Zusatzpunkt “GMail labs”. Wie sinnvoll die einzelnen Funktionen sind, soll jeder selbst für sich testen. Doch wenn sie endültig für alle Nutzer freigeschaltet werden, ergibt sich auch hier das Problem der “Featuritis” wie bei Software-Produkten: Obwohl der Nutzer vielleicht gerade mal 10 Prozent der gebotenen Optionen nutzt, muss er sich erst einmal durch ein Dickicht von vielen für ihn unbrauchbaren Dingen wühlen. (Manfred Kohlen).

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