AMD lässt die Katze aus dem Sack

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Computex 2008: Mit Turion X2 Ultra führt AMD die neue Marke für die Notebook-Plattform Puma / Griffin ein. Und dazu noch ein paar neue CPUs, die ebenfalls diesen Namen tragen. Und natürlich auch wieder neue Logos.

Bis jetzt gibt es drei neue CPUs: ZM-86 (2,4 GHz/2 MB), ZM-82 (2,2 GHz/1 MB) und ZM-80 (2,1 GHz/1 MB). Alle sind Dual-Cores und werden mit dem Label Turion X2 vermarktet. Ihnen folgen Varianten, die nicht Ultra sind. Die sind oberhalb der Athlons X2 platziert, die ihrerseits auf die Semprons hinab sehen.

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Im Turion-Namensschema steht der zweite Buchstabe für die Energieeffizienz. Das “M” kennzeichnet diese neuen Chips daher als stromsparender im Vergleich zu denen mit niedrigeren Buchstaben.

Die CPUs verbinden den Griffin-Core mit einer mobilen Version des 780G-Chipsets. Beide zusammen wurden Puma genannt und bilden jetzt die Plattform Turion X2. Das 780M taktet mit 500 MHz und gleicht damit der Desktop-Variante. Es ist ebenfalls HT3.0-fähig, wie in Verbindung mit der Griffin-CPU anzunehmen war.

Die Notebooks dieser Plattform zielen auf Verbraucher und kleinere Firmen, nicht auf die großen Unternehmen. Sie spielen vor allem in der Gewichtsklasse von rund 2 kg und mehr – um leichtere Subnotebooks und Kleinstrechner geht es diesmal noch nicht.

Das Chipset kann DX10.1, unterstützt Hybrid Crossfire und HD-Video. Es steht dem 780G in nichts nach, sieht man von ein paar Watt weniger ab. Linux- und Vista-Treiber sind schon da, XP folgt im Sommer.

Varibright ist das Marketing-Sprech für eine wirklich nützliche Funktion. Ein Lichtsensor sorgt für eine reduzierte Helligkeit des Displays je nach Umgebungslicht. Macs konnten das schon lange, und schon bald werden es alle können. Neu in AMDs mobiler Familie ist der Manageability-Standard DASH 1.1.

Ultra ist ein gewaltiger Schritt im Vergleich zu den älteren Turions. Es wird in allen Benchmarks gegen die älteren Turions dominieren und Intels kommendes G45 in Gaming sowie GPU-intensiven Anwendungen und vermutlich auch Videoanwendungen in die Schranken weisen. Das könnte allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit gehen – man kann eben nicht alles haben.

(von Charlie Demerjian in Taipeh/bk)

The Inquirer UK