Telekom-Gate macht Schufa Angst

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Dass  ein neues Bundesdatenschutzgesetz als Reaktion auf die Umtriebe bei der Telekom die Rechte der Bürger stärken könnte, schmeckt dem undurchsichtigen Auskunftsdienst überhaupt nicht.

Zwar unterstützt die Schufa offiziell den Ansatz, dass der Verbraucher mehr Transparenz bei der Speicherung und Weitergabe seiner Bonitätsdaten bekommen solle, aber die habe er doch jetzt schon, meint Schufa Boss Rainer Neumann: Für eine läppische Gebühr von einmalig 15,60 Euro könne schließlich jeder Interessierte die über ihn bei der Auskunftei gespeicherten Daten einsehen.

Dass allerdings der Verbraucher auch die Möglichkeit bekommen könnte, Informationen über sich streichen zu lassen, öffne der Möglichkeit zur Manipulation Tür und Tor und mache z.B. Handy-Unternehmen, die sich auf die Schufa verlassen, das Leben unnötig risikoreich.

Die Schufa kann auf über 433 Millionen Datensätze von über 64 Millionen Bürgern zugreifen und erteilt im Jahr 1,3 Millionen Selbstauskünfte. [gk]

Reuters