Icahn will den Kopf von Jerry Yang

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Ominöse Äußerungen des neuen Yahoo-Großinvestors Carl Icahn über das Schicksal des derzeitigen Vorstands gab es bereits. Jetzt spricht der Mann, der schon das Motorola-Management leiden ließ, Klartext.

Und der ist einfach: Wenn Icahn es schafft, seine eigenen Leute in den Vorstand des Unternehmens zu bringen, ist Yang fällig. Die im Zusammenhang mit der ersten Klage gegen das Management bekannt gewordenen Unterlagen haben anscheinend das Fass zum Überlaufen gebracht.

Nach Ansicht von Icahn hat das Yahoo-Management alles in seiner Kraft stehende getan, um Microsoft die Übernahme zu vermiesen, und wenn man Microsoft zurück an den Verhandlungstisch holen wolle (was Icahn offenbar beabsichtigt), müsse da jemand sitzen, dem die Redmonder vertrauen könnten.

Die Chancen, dass Icahn diese Person bestimmen kann, sind seit der Veröffentlichung der Prozessdokumente gestiegen – deren Inhalt soll eine ganze Reihe von Aktionären verstimmt haben.

Dass die Klageeinreichung den Auftakt für Icahns Offensive liefert, ist übrigens nach Auskunft der beteiligten Anwälte reiner Zufall – aber wer das glaubt, kennt Icahn nicht. [gk]

New York Times