Yahoo vs. Microsoft: Die schmutzige Wäsche kommt an den Tag

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Nicht ganz so dramatisch wie in einem Shakespeare-Schauspiel, aber mindestens so aufregend wie in einer Privatsender-Vorabend-Soap ist es bei Yahoo zugegangen, nachdem das Microsoft-Angebot ins Haus flatterte.

Jetzt wird ausgepackt: Die erste Aktionärsklage gegen den Yahoo-Vorstand ist auf den Weg gebracht, und in diesem Zusammenhang werden einige interne Dokumente veröffentlicht, wenn auch gegen heftigen Widerspruch seitens des Yahoo-Vorstands.

Die Unterlagen wurden in den Prozess eingebracht, um zu belegen, dass die Firmengründer Jerry Yang und David Filo nicht an einer unvoreingenommenen Prüfung des Microsoft-Angebots interessiert waren, sondern es von vorneherein torpedieren wollten und für den Fall einer Niederlage eine Strategie der verbrannten Erde vorgesehen hatten.

So sollte es für Mitarbeiter attraktiver werden, die Firma zu verlassen und ihre Aktienoptionen zu verkaufen, als weiter an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben, eine Konstruktion, die ein Sachverständiger der Kläger als “hirnverbrannt” bezeichnet.

Auch die angestrebte Kooperation mit Google sei nie dazu gedacht gewesen, mehr Geld zu verdienen, sondern sollte lediglich ein Kartellverfahren anstoßen, um Microsoft im Fall eines gelungenen Yahoo-Kaufs weitere Unannehmlichkeiten zu bescheren. [gk]

Ars Technica