Online-Werbung: Europa schließt zu USA auf

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Der europäische Online-Werbemarkt legte im vergangenen Jahr um 40 Prozent zu und schließt damit zu den USA auf, wo die Zuwäsche im Bereich Online-Werbung nur 26 Prozent betrugen.

In einem Report liefert das Interactive Advertising Bureau Europe (IAB Europe) detaillierte Zahlen zum europäischen Online-Werbemarkt. Dieser kann weiterhin kräftig zulegen – ganz anders als der klassische Werbemarkt, bei dem sich der Einfluss der Wirtschaftsflaute deutlicher bemerkbar macht.

So wurden in den 16 im Report berücksichtigten europäischen Ländern im Jahr 2007 durchschnittlich 40 Prozent mehr Einnahmen mit Online-Werbung erzielt. Der Jahresumsatz lag bei 11,2 Milliarden Euro, womit Europa gegenüber den USA aufholte. Dort betrug das Wachstum etwas bescheidenere 26 Prozent, die Online-Werbeumsätze erreichten 14,5 Milliarden Euro.

Zwei Drittel der europäischen Investitionen in Online-Werbung werden in England, Deutschland und Frankreich getätigt. Allerdings verzeichnen gerade einige kleinere Märkte beeindruckende Zuwachsraten: Griechenland beispielsweise kommt auf 91 Prozent, Spanien auf 55 Prozent.

Deutschland ist nach England, den Niederlanden und Dänemark erst das vierte Land, in dem die Online-Werbeausgaben bereits mehr als zehn Prozent des gesamten Werbemarktes ausmachen. Die Investitionen pro Internet-Nutzer lagen bei 76,10 Euro – das ist etwas weniger als der europäische Durchschnitt von 80,60 Euro. Zum Vergleich: die norwegischen Werbetreibenden zeigten sich 2007 mit 134,63 Euro pro Internet-User am investitionsfreudigsten, es folgen England (120,80 Euro) und Dänemark (109,48 Euro). (dd)