Microsoft: Schmutzige Details über gescheiterte Yahoo-Übernahme

SoftwareÜbernahmenUnternehmen

In einem Gerichtsprozess kamen nun Details auf, die begründen warum Microsoft mit seinem 47,5 Milliarden-Dollar-Angebot gescheitert ist: Anscheinend ist der Grund ein persönlicher.

Eingeleitet wurde das Gerichtsverfahren von Yahoos-Anteilseignern. Diese sahen ihr Geld gefährdet und den Trend der Yahoo-Aktie mehr als bedenklich. So kam im Rahmen des Gerichtsverfahrens nun auf, dass Microsoft Yahoo seit dem Jahre 2006 bereits mehrere Übernahme-Angebote unterbreitete, die ungefähr im Rahmen dessen lagen, was Microsoft zuletzt für den Suchmaschinenbetreiber auf den Tisch legen wollte. Auch Jerry Jang, der Yahoo-Geschäftsführer, war auf den kürzlich in allen Medien heiß diskutierten Übernahmeversuch gefasst und lies bereits im Oktober letzten Jahres eine Pressemitteilung verfassen, in der er diesen ablehnte – schreibt der Brancheninsider ArsTechnica.

Die Yahoo-Führung, vor allem Jang, erweckte den Eindruck, dass sie mit den besten Absichten für das Unternehmen handeln. In Wirklichkeit wollte der CEO des Suchmaschinenbetreibers eine Microsoft-Übernahme verhindern, weil er das Redmonder Unternehmen nicht mag. Dies geht alles aus den nun veröffentlichten Aufzeichnungen hervor. So hat das Yahoo-Management eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet um Microsoft die Akquisition ungenießbar zu machen. Dazu gehörten enorm hohe Abfindungen, ein Aktienverkaufsprogramm und nicht zuletzt die immer höheren Preisvorstellungen. (mr)