Telekomgate: Wurden auch Politiker bespitzelt?

Allgemein

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags hätten gute Gründe, am heutigen Aktionstag gegen den grassierenden Überwachungswahn mal ganz laut ihr Gewissen sprechen zu lassen. Denn auch sie könnten betroffen sein.

Wie von Bonner Staatsanwälten zu hören, haben die Telekom-Schnüffler möglicherweise auch die Bankdaten der Betroffenen ausgespäht und Handydaten benutzt, um Bewegungsprofile zu erstellen. Davon weiß er ab nichts, meint dazu der Tele-Obermann.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einer Rechnung, die gleich nach René Obermanns Amtsantritt als neuer Telekom-Boss über seine Kostenstelle beglichen wurde. Und er habe offenbar versucht, die Affäre nach außen zu vertuschen, als im Sommer 2007 die erste Bespitzelung eines Journalisten entdeckt wurde.

Nach Informationen der Berliner Zeitung könnten auch Bundesabgeordnete betroffen sein. Rainer Wend, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, der oft mit Telekom-Aufsichtsräten telefoniert hatte: “Wenn diese Telefonate abgehört wurden, werde ich Strafantrag stellen.”

(bk)

Berliner Zeitung

Süddeutsche

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