Google beim Anschwärzen erwischt

Allgemein

Harsche Kritik am eBay-Vorhabe, seine User zur PayPal-Nutzung  zu zwingen, findet sich in einer 38-seitigen Beschwerdeschrift, die in Australien anonym veröffentlicht wurde – dumm nur, dass jetzt herausgekommen ist, dass Google dahinter steckt.

In den Metadaten des PDF-Dokuments, dass die Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) zum Download auf ihre Website gestellt hat, fand der missvergnügte eBay-User David Bromage, der sich informieren wollte, wer sich noch so beschwert, die Zeile “Microsoft Word – 204481916_1_ACCC Submission by Google re eBay Public_2_.DOC” – ein ziemlich eindeutiger Hinweis auf die Urheberschaft.

Die ACCC reagierte prompt und entfernte das Dokument, um es Stunden später ohne die verräterische Zeile neu zu veröffentlichen. Die Behörde hatte alle Interessierten aufgefordert, Stellungnahmen zu den eBay-Plänen zur Veröffentlichung einzureichen; Unternehmen, die belegen können, dass sie mit ihrer Argumentation Geschäftsgeheimnisse preisgeben, dürfen dabei anonym bleiben.

Und so wollte Google – in den USA und Großbritannien mit dem eigenen Bezahlsystem Checkout am Start – diese Möglichkeit offenbar nutzen, um mal richtig vom Leder zu ziehen. Mal sehen, was sich eBay als Revanche-Foul einfallen lässt. [gk]

Sydney Morning Herald