UK: Gesetz gegen virtuellen Schmutz

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In Grossbritannien wird ein Gesetz gegen gezeichnete Kinderpornografie vorbereitet.

Nach dem Willen der britischen Wahrheits– Justizministerin Maria Eagle soll der Obscene Publications Act um das Verbot von computergenerierten Zeichnungen pädophiler Themen erweitert werden. Frau Eagle möchte also auch Menschen bestrafen, die aus nicht näher bezeichneten Gründen virtuelle, nicht etwa fotografische Abbildungen betrachten, herstellen oder weitergeben wollen.

Obwohl im Fall von CGI ja keine Opfer gibt: ungeachtet jedes postulierten Perversionslevels kommen dabei keine Kinder zu Schaden. Und darum ging es ja eigentlich einmal: um den Schutz Minderjähriger vor sexueller Gewalt. Wird nun aber auch die nicht-fotografische Abbildung kriminalisiert, befinden wir uns mitten im Zauberreich Orwellianischer Gedankenverbrechen. Vor allem, weil die Grenzlinie zu erlaubter, freier Kunst oder dem Unsinn, den Teenager nun mal so anstellen, dann noch schwerer zu ziehen ist. [fe]

BBC News