eBay: PayPal wird ein Muss

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Nach der umstrittenen Änderung des Bewertungssystems müssen sich eBay-Verkäufer auf weitere Neuerungen einstellen. Das Anbieten von PayPal als Zahlungsmethode wird für einige Kategorien Pflicht.

Künftig werden viele eBay-Händler bei Auktionen in diversen Kategorien den eBay-Bezahl-Service PayPal auch bei Angeboten bereitstellen, die nur einen Tag lang dauern. Freilich stehen auch alle anderen Zahlmethoden zur Verfügung. Wie das weltgrößte Online-Auktionshaus in einer Vorankündigung meldet, müssen Verkäufer jedoch auch bei kurzfristigen Angeboten PayPal zur Verfügung stellen.

Betroffen sind ab 30. Mai 1-Tag-Auktionen in den Kategorien Foto & Camcorder, Handy & Organizer, Kleidung & Accessoires, PC- & Videospiele, Audio & Hifi und Computer. Der Handel mit derartigen Waren ist laut eBay »stärker risikobehaftet« als andere. Käufern soll mit der Änderung der »bestmögliche Schutz« durch PayPal geboten werden. Der Bezahldienst deckt im Fall des Falles Schäden im Wert von bis zu 1000 Euro ab.

Erst im Februar änderte eBay sein Gebührensystem, kurz danach das Bewertungssystem. Die Tatsache, dass Verkäufer nun ihren Käufern keine negativen oder neutralen Bewertungen ausstellen dürfen, sorgte für Unmut in der weltweiten eBay-Gemeinde. Zwar will eBay damit so genannte »Rachebewertungen« unterbinden, doch Verkäufer bemängeln, dass sie nun keine Möglichkeit mehr haben, auf ungerechte oder falsche Bewertungen seitens der Käufer entsprechend zu reagieren. Auch der PayPal-Zwang könnte zu Beschwerden führen, denn eBay verdient damit gleich zwei mal: Durch das hauseigene Bezahlsystem, an dem eBay durch Gebühren beteiligt ist und natürlich durch die herkömmlichen Auktionsgebühren. (tkr/mr)

(Tom’s Hardware – www.pcpro.de)

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