Telekom-Affäre: Ex-Chefs Ricke und Zumwinkel belastet

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In der Spitzelaffäre bei der Telekom belastet der frühere Personalvorstand Heinz Klinkhammer den Ex-Vorstandschef Ricke und den Ex-Aufsichtsratsvorsitzen Zumwinkel.

Der Auftrag, Lecks aufzuspüren, über die interne Informationen nach außen gedrungen waren, sei an ihm und »am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden«, erklärte Klinkhammer gegenüber dem Handelsblatt. »Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen.«

Am Wochenende war herausgekommen, dass bei der Telekom die Telefonverbindungen von Aufsichtsräten und Manager überwacht worden waren, um undichte Stellen im Konzern aufzuspüren, über die Informationen an Journalisten weitergeben wurden. Noch ist allerdings nicht geklärt, wer alles involviert war .

Ralph Kühn, Chef der Firma Network.Deutschland, die die von der Telekom gesammelten Daten auswerten sollte, sagte dem Handelsblatt: »Der Auftrag kam von ganz oben und ist mit dem Telekom-Vorstand abgestimmt worden.« Erstmals seien 2005 Verbindungsdaten geliefert worden, anhand derer man dem damaligen Betriebsratschef und Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Wegner eine telefonische Verbindung zu einem Reporter des Magazins Capital nachweisen konnte. Erst Ende 2006, mit dem Wechsel von Kai Ricke-Uwe zu René Obermann, seien dann weitere Aufträge ausgeblieben. (dd)