Kleinvieh macht auch Mist

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Nur um Kleinstbeträge hat ein Kalifornier angeblich die Online-Börsenhändler E-trade und Schwab im Einzelfall betrogen – das aber so oft, dass 50.000 Dollar bei ihm hängen blieben.

Michael Largent, derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß, soll eine Lücke in dem System genutzt haben, mit dem die beiden Broker prüfen, ob Bankverbindungen korrekt sind. Dazu überweisen sie eine minimale Summe auf das Konto des Neukunden und bitten ihn, den Empfang zu bestätigen.

Was Largent gerne tat –  hatte er doch mit Hilfe eines Scripts insgesamt 58.000 Accounts bei E-trade und Schwab eröffnet, von denen er sich das Geld auf eine Handvoll von Online-Konten überweisen ließ.

Aufgeflogen ist Largent durch eine Regelung des USA Patriot Act, die verlangt, dass Finanzfirmen die Identität ihrer Kunden verifizieren – dabei stellte sich heraus, dass die persönlichen Angaben zu seinen Accounts falsch waren und 11.385 Konten bei Schwab von fünf IP-Adressen aus eröffnet wurden.

Nicht, dass man nicht schon früher darauf hätte kommen können: Bei der Namensfindung für seine falschen Konteninhaber bediente Largent sich vor allem in Comics und Zeichentrickserien … [gk]

Wired