EU will hart gegen Intel vorgehen

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Im Wettbewerbsverfahren gegen Intel hat sich die EU entschieden. Nach Informationen der Financial Times Deutschland will man die Marktmacht des Prozessorherstellers brechen und ihm einige harte Auflagen präsentieren.

Wie die FTD berichtet, hat Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes entschieden, Intel einige Vertriebspraktiken zu verbieten. Näheres soll zwar erst im Sommer veröffentlicht werden, doch das Wirtschaftsblatt will bereits einige Details aus Brüssel erfahren haben. So sollen die Rabatte, die Intel PC-Herstellern gewährt, wenn diese exklusiv auf Intel-CPUs setzen, verboten werden. Dazu käme wohl eine Geldbuße von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes – etwa 2,6 Milliarden Euro.

Nach Meinung der EU-Wettbewerbshüter steht fest, dass Intel seine Marktmacht missbraucht hat, um Konkurrenten zu behindern – sei es durch unzulässige Rabatte oder Drohungen, die PC-Bauer sollten auf den Einsatz von Prozessoren anderer Hersteller verzichten.

Der FTD zufolge drohen auch Händlern Strafen, etwa der Media-Saturn-Holding. Die soll sich 1999 erstmals an Intel gebunden haben und hohe Millionenbeträge für den exklusiven Verkauf von Rechnern mit Intel-Hardware kassiert haben. (dd)

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