OLPC-Software-Hersteller spaltet sich ab

BetriebssystemWorkspace

Der Hersteller der Benutzeroberfläche des 100-Dollar-Notebooks hat sich vom Hauptunternehmen abgespalten und möchte Sugar auf eigene Faust entwickeln.

Walter Bender, der ehemalige Chefentwickler XO-Oberfläche gehört nun offiziell nicht mehr länger zum One Laptop Per Child (OLPC) Projekt. Schuld daran ist die Entscheidung des OLPC-Gründers Nicholas Negroponte auf den Ausbildungsgeräten Windows XP zu installieren. Das möchte Bender verhindern und behauptet, dass eine solche Entscheidung die Idee hinter dem OLPC-Projekt in Gefahr bringt, zitiert ihn das Webportal ArsTechnica. Bender wirft Negroponte vor, dass für den Vater des Projekts der Ausbildungsaspekt keine Rolle mehr spielt.

Die linuxbasierende Oberfläche Sugar soll nun in Eigenregie produziert werden. Bender lagert das Projekt in einer eigenen Stiftung aus und hofft aus Support aus der Open-Source-Community. Auch Richard Stallman, Gründer der Free Software Foundation sprach sich kürzlich gegen Windows auf dem XO-Laptop aus und bezeichnete das proprietäre Betriebssystem als “ein Werkzeug der Unterwerfung”. In den letzten Monaten verließen zahlreiche OLPC-Größen das Unternehmen. Die Entwicklerin des innovativen Displays Mary Lou Jepsen stieg beispielsweise aus und gründete ein eigenes Unternehmen mit dem Namen Pixel Qi. (mr)

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