Infineon: Käptn geht von Bord

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Niemand behauptet, es wäre ein sinkendes Schiff. Aber eines, das vor einer Fusion steht.

Der Machtkampf in der Infineon-Chefetage hat ein vorläufiges Ende gefunden. Wie die deutsche Financial Times (u.a.) berichtet, hat Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley es wohl geschafft, den Vorstandschef Wolfgang Ziebart erfolgreich rauszuekeln. Ziebart verlässt das Unternehmen zum ersten Juni.

Gehen musste er nach Ansicht der Brancheninsider wegen seiner Weigerung, einer Fusion mit der Chipfirma NXP, einer früheren Philips-Tochter, zuzustimmen. NXP befindet sich unter Kontrolle durch die Heuschreckenfirma KKR und ist mit 6,3 Milliarden Euro Umsatz 2007 etwa in der selben Preisklasse wie Infineon mit 7,6 Mrd. Euro.

Da sich mit der geplanten Fusion sowieso alles ändert, wurde kein Nachfolger für Ziebart bestimmt, der bisherige KFZ-Elektronik-Chef bei Infineon, Peter Bauer, wird statt dessen Vorstandssprecher, eine in deutschen Unternehmen eher unübliche Jobdefinition. [fe]

FTD