EU-Plan für niedrigere Handy-Tarife steht

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EU-Kommissarin Reding will die Terminierungsentgelte kappen, um Handy-Telefonate billiger zu machen. Ein Entwurf für die neuen Berechnungsmethoden ist bereits fertig.

Bereits im März kündigte Reding an, gegen die überhöhten Terminierungsentgelte vorzugehen, die sich die Mobilfunker für die Weiterleitung von Anrufen in ihre Netze berechnen. Für eine Empfehlung an die nationalen Regulierer hat man nun einen Entwurf fertig, berichtet die Financial Times Deutschland. Darin werden zwar keine fixen Preis vorgegeben, allerdings strenge Berechnungsmethoden festgelegt. Wurden bislang auch eine Reihe allgemeiner Kosten in die Terminierungsentgelte eingerechnet, sollen die Regulierer künftig nur noch Kosten anerkennen, die tatsächlich entstehen – und sich dabei am effizientesten Netzbetreiber orientieren.

Im EU-Schnitt werden derzeit 9,67 Cent pro Minute berechnet. Ziel der EU ist es, die Terminierungsentgelte zunächst auf 1 bis 1,5 Cent zu senken. Bis 2012 sollen die Preise, so heißt es laut FTD in Keisen der EU-Kommission, auf das Niveau im Festnetzbereich sinken – dort sind heute weniger als 1 Cent üblich. (dd)

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