Studie: Flatrates unterdrücken Innovationen

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Bei reinen Flatrates zahlen viele Anbieter drauf. In einer weltweiten Studie unter 150 Telekommunikations-Führungskräften kam heraus: Sie sind noch immer auf der Suche nach idealen Preisgefügen.

Die Studie “Insight on Service Provider Innovation” der Yankee Group unter 150 Führungskräften sollte der Telekommunikations-Industrie neue Aspekte für effiziente Geschäftsmodelle und zukünftige Dienste liefern. Demnach verzweifeln offenbar viele Anbieter an den Flatrates. Credo der Studie: Die Telekommunikationsbranche braucht heute mehr als nur Flatrates, noch mehr: sie sieht Flatrates als Killer der Service-Provider..

Die Studie zu neuen Diensten, Geschäftsmodellen und Entwicklungen im Marketing beschreibt die wirtschaftliche Notwendigkeit für Service-Provider, die Service-Erfahrung der Abonnenten zu personalisieren, so Studien-Auftraggeber Opennet. So konnten die Provider für Internet und Telekommunikation durch Flatrates zwar viele Kunden erfolgreich anwerben, doch der Wechsel von traditioneller Telekommunikation zu IP-basierten Netzwerken und Dienstleistungen haben den Wettbewerb erhöht: Plötzlich buhlen Festnetz- und Funknetz-Anbieter, Kabelbetreiber und IT-orientierte Mitbewerber um die gleichen Kunden. Der harte Wettbewerb wird einige in den Ruin treiben, und daher suchen viele verzweifelt nach neuen Modellen, um ihren durchschnittlichen Ertrag pro Kunde (ARPU) zu erhöhen. Die Antworten aus Nordamerika, Europa und Asien ähneln sich dabei sehr.

Wichtigstes Ergebnis: 57 Prozent der Provider stimmen zu, dass Flatrates Innovationen unterdrücken und das Wachstum beschränken. 79 Prozent sind der Ansicht, dass geringeres Wirtschaftswachstum das Konsumverhalten der Kunden negativ beeinflusst und betonen die Notwendigkeit, jede einzelne Geschäftsbeziehung rentabel zu gestalten. 84 Prozent der weltweiten Betreiber stimmen zu, dass der Hochgeschwindigkeits-Datenzugriff entscheidend für zukünftiges Gewinnwachstum ist.

Die Marketingfachleute glauben der Studie zufolge, dass das Datenwachstum innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate um 30 bis 40 Prozent steigen wird. Yankee geht jedoch von einem Wachstum von 80 bis 100 Prozent aus, was beweise, dass die Marketing-Manager sich zwar ansatzweise der wahren Anforderungen an ihr Geschäft bewusst sind, diese jedoch nicht genau vorhersagen können.

Ari Banerjee, Program Manager Technologies der Yankee Group. “Die Umfrage zeigt das Verständnis der Marketingmanager, dass Flatrates sich langfristig als heimliche Killer der Serviceprovider erweisen werden.”. (mk)