Microsoft gibt Büchersuche auf

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Nach 750 000 Büchern und 80 Millionen Zeitschriftenartikeln gibt Microsoft sein Digitalisierungsprojekt auf. Die Websites Live Search Books und Live Search Academic werden in dieser Woche dichtgemacht.

Als Microsoft Ende 2006 seine Buchsuche startete, hinkte man Google bereits zwei Jahre hinterher – hatte sich aber zumindest den Ärger mit Verlagen und Autoren erspart, der auch Google dazu bewog, das Scannen von Büchern zeitweise zu stoppen. Nun verkündet Microsoft aber etwas überraschend das vollständige Aus für sein Digitalisierungsprojekt und die beiden Websites Live Search Books und Live Search Academic. Suchergebnisse aus Büchern werden zwar weiter in den Trefferlisten angezeigt, einen eigenen Index für Bücher & Co sowie eine eigene Site für die Buchsuche spart man sich aber künftig. Die Technik und gescannten Werk stellt Microsoft seinen Partner und den Bibliotheken zur Verfügung, damit diese die Digitalisierung in Eigenregie fortführen können. Microsoft selbst will sich nun stärker darauf konzentrieren, tragfähige Geschäftsmodelle rund um das Thema Suche zu entwickeln. (dd)