Internet verdirbt Charakter

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Nix da mit edlen, gutmütigen Kämpfern für eine bessere Welt, die das Internet auf der Suche nach Menschen durchstreifen, denen sie unter die Arme greifen können – der gemeine Internet-User denkt nur an sich und seine Interessen.

Zu diesem Urteil kommt der Usability-Forscher Jakob Nielsen, der alljährlich über das Web-Verhalten berichtet. Ohne Rücksicht auf Verluste bahnt sich der Internet-User 2008 seinen Weg zur Information, ist ungeduldig, wenn er sie nicht gleich findet oder sich die Erledigung einer Aufgabe hinzieht, und will sich auch gar nicht von all den interessanten Angeboten animieren lassen, die sich überall am Wegesrand finden.

Widgets und Anwendungen, die Sites “schön” machen sollen, vermiesen den Internet-Bewohnern, die zielgerichtet wie die Trolle im Bergwerk die Informationen ausgraben, die sie haben wollen, nur den Tag. Statt artig über eine Homepage zu gehen, suchen sie gleich nach dem Deep Link, der dahin führt, wohin sie wollen.

Und das bedeutet, so Dr. Nielsen, dass Google das Web beherrscht – bis jemand anders eine bessere Suche anbietet … [gk]

BBC News