Google blickt in deutsche Straßen

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In Italien und Spanien sind die mit 360-Grad-Kameras bewaffneten Google-Fahrzeuge bereits unterwegs. Bald kurven sie auch durch deutsche Städte, um die Straßenansichten in Google Maps als “Street View” zu zeigen.

Die Deutsche Post AG ist offenbar mit einem ähnliches Projekt beschäftigt. Ihre Mitarbeiter sammeln Aufnahmen für eine Bilddatenbank von deutschen Städten. Diese Bilder sollen einen virtuellen Stadtbesuch anbieten und zugleich für die postalische Adressdatenbank statistisch ausgewertet werden.

Die Datenschützer sind bereits alarmiert. Mit dem Ansinnen der Post beschäftigt sich der Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen. Eine Prüfung der Google-Bilderwelten kündigte der Europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx an. Und man wolle vor Gericht gehen, wenn die Datenschutzgesetze nicht eingehalten werden.

Kein Problem, erklärte vorauseilend Peter Fleischer, der als Datenschutzbeauftragter für Google spricht. Zur Wahrung der Privatsphäre sollen Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden.

In den Street-View-Ansichten amerikanischer Städte werden Gesichter bereits unscharf dargestellt. Diese Unscharfstellung geschieht offenbar automatisch. Das schließen Google-Beobachter jedenfalls daraus, dass auch der Kopf eines Pferdes unscharf dargestellt wurde.

(bk)

ORF

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