BT will Surfer-Interessen erfassen

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“Spyware auf Provider-Ebene” heißt es in britischen Diskussionsforen, gezieltere Werbung statt viel Spam will British Telekom damit ermöglichen.

Der ITK-Ausrüster und Telekommunikationskonzern BT will das Verhalten von Internet-Nutzern analysieren und damit neue Möglichkeiten der gezielten Werbung eröffnen. Zu diesem Zweck bedient man sich einer Technologie der britischen Firma Phorm.

US-Unternehmen wie der Medienkonzern Virgin Media sollen sich bereits dafür interessieren. Wenn die derzeit laufenden Versuche erfolgreich sind, erwartet man, Verträge mit Internet-Providern weltweit abzuschließen.

Die Software soll alle Web-Seiten anzeigen, die ein Kunde besucht und daraus ein Profil erstellen. Aus den protokollierten Interessen des Internet-Nutzers sollen dann Rückschlüsse darauf gezogen werden, welche Werbe-Angebote möglicherweise ins Schwarze treffen. Auch Website-Betreiber sollen davon profitieren, wie es im Konzept heißt.

Während zumindest in den USA hierin ein riesiger Wachstumsmarkt gesehen wird, werden aber auch vereinzelt kritische Stimmen laut: Blogger und Verbraucherschützer haben die neue Technologie bereits als “Spyware” gebrandmarkt. So soll es bereits Firmen geben, die aus Image-Gründen auf Abstand gehen. Phorm versichert derweil, dass die Nutzerprofile anonym bleiben und nicht etwa mit Namen oder Adressen verbunden würden. (Ralph Beuth/mk)

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