Asus verklagt Gigabyte

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Wegen angeblich falscher Behauptungen über die Stromsparfunktionen in Asus-Boards zieht Asus jetzt vor Gericht.

Schluss mit lustig: Der schon vor Wochen ausgebrochene Streit um die EPU-Features in Asus-Boards wird ab sofort vor Gericht ausgetragen. Eine entsprechende Klage hat Asus jetzt vor Gericht eingereicht.

Im Zentrum des Konflikts stehen die Stromsparfunktionen EPU (Energy Processing Unit) in den Asus-Boards. Asus wirbt mit einer um bis zu 80 Prozent geringeren Energieaufnahme. Gigabyte nun hat behauptet, dass maximal 50 Prozent Energieersparnis drin seien und hält den EPU-Chip auf den Asus-Boards gar für Verbrauchertäuschung. Ein harter Vorwurf, den Gigabyte aber bekräftigte, nachdem Asus mit einem drohenden Statement reagiert hatte. IT im Unternehmen berichtete.

Gigabyte hat selbst ein Stromspar-Feature auf den Boards integriert. DES (Dynamic Energy Saver) soll bis zu 70 Prozent Ersparnis bei der CPU bringen. Die Vorherrschaft um die grünste und klimafreundlichste Technik wollen sich die beiden Hersteller nun gegenseitig streitig machen.

Jetzt zieht Asus einen Schlussstrich unter die Marketing-Schlacht der Statements und zieht vor Gericht, um den Konkurrenten seine “diffamierenden und verurteilenswerten” Behauptungen untersagen zu lassen. Um auch die Öffentlichkeit von der Qualität der EPU-Technik zu überzeugen, will das Unternehmen die technischen Daten des EPU-Controllers im Web veröffentlichen.

Von Gigabyte lag bis Redaktionsschluss noch keine Stellungnahme vor.
(Mehmet Toprak)
Bild: Asus