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Crowdfunding
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Aller Anfang ist schwer
Crowdfunding
Lange Zeit sah es gar nicht gut aus für das Konzept des Crowdfunding. Vor zehn Jahren beschrieb Sicherheits-Guru Bruce Schneier zusammen mit Co-Autor John Kelsey das Street Performer Protocol. Wie der Name andeutet, ist das Vorbild dieses Konzepts der Straßenmusiker, der seine Gage mit einem Hut einsammelt. Schneier schlug vor, dieses Geschäftsmodell ins Internet zu übertragen. Funktionieren sollte das so: Ein Künstler verlangt von seinen Fans eine bestimmte Summe, bevor er ein Werk veröffentlicht. Nur wenn das Publikum die Summe zusammenbringt, kommt es in den Genuss des Werks. Damit weder der Künstler noch das Publikum betrügen können, kann ein Treuhänder eingeschaltet werden. Sellaband setzt das zehn Jahre später in die Praxis um.
Das Modell lässt sich theoretisch von künstlerischen Projekten auf Software übertragen, aber in der Praxis ist das bis heute noch niemandem gelungen. Um die Jahrtausendwende gab es eine Handvoll Marktplätze, die versuchten, Open Source-Projekte mit Crowdsourcing zu finanzieren – sie wurden alle wieder eingestellt. An einem Projekt, SourceXchange, war sogar Hewlett-Packard beteiligt. Aber auch von diesem Marktplatz ist nichts weiter geblieben als Erinnerung. Auch von anderen Crowdsourcing-Marktplätzen sind nur noch Ruinen zu finden: BountySource.com, buntycounty.org, havemoneywillvlog.com, copycan.org und freinutz.net dümpeln genauso erfolglos vor sich hin wie die Source Agency der Fraunhofer Gesellschaft, die seit ihrer Gründung 2004 noch kein einziges Projekt abgeschlossen hat.






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