Microsoft verspricht ODF und PDF

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Microsoft stellt in Aussicht, in der eigenen Bürosuite neben Adobes PDF auch das Open Document Format (ODF) zu unterstützen. Die ODF Alliance sowie die EU sehen die Ankündigung eher skeptisch.

Will sich Microsoft nur trickreich unter den EU-Ermittlungen wegducken? Es ist in jedem Fall zu früh, die Friedenspfeife zu rauchen. Denn erst das Service Pack 2 für MS Office, angesagt für irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2009, soll die neue Offenheit bringen. Ein Vertreter der ODF Alliance wies darauf hin, Microsoft habe bereits vor zwei Jahren einmal versprochen, ODF durch ein Add-on zu unterstützen. Das es noch immer nicht gibt und nun ebenfalls erst 2009 kommen soll. Marino Marcich von der ODF Alliance, in der Anbieter und nationale Organisationen zusammengeschlossen sind:

“Bis Microsoft die Benutzer von Office in die Lage versetzt, standardmäßig ODF-Dateien zu erzeugen und in diesem Format zu speichern, werden die Regierungen sich das mit großem Vorbehalt ansehen.”

Das sieht offenbar auch die EU so, die sich bereits mit den manipulativen Machenschaften bezüglich Microsofts Wunschformat Open XML (OOXML) zu beschäftigen hatte. Sie will genauer nachsehen, was hinter Microsofts Ankündigung steckt:

“… die Kommission wird untersuchen, ob die angekündigte Unterstützung von ODF (Open Document Format) in Office zu einer besseren Interoperabilität führt und den Verbrauchern erlaubt, ihre Dokumente zu bearbeiten und auszutauschen mit der Software ihrer Wahl.”

(bk)

The Register

Reuters