HP: Vom Wechselkurs gerettet?

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Die wunderbaren Geschäftszahlen, die HP fürs zweite Quartal gemeldet hat, verdankt die Firma wohl dem, worüber deutsche Exporteure zetern: der Dollarschwäche.

Was auf den ersten Blick wie ein rauschender Erfolg aussieht mit einer Gewinnsteigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, erweist sich bei genauerer Betrachtung nämlich als ziemlich überschaubares Wachstum. Nachdem die Wall-Street-Analysten die Währungseffekte herausgerechnet haben, bleiben zwar weltweit  immer noch Zuwächse; aber statt der zweistelligen Umssatzsteigerungen landet HP im einstelligen Bereich.

Noch weniger rosig sieht es auf dem Heimatmarkt aus, denn in den USA – so erweist es sich unter dem strengen Blick der Analysten – könnte HP einfach nur stagniert haben.

Vor diesem Hintergrund nimmt auch die Skepsis gegenüber der Übernahme von Electronic Data Systems für 14 Milliarden Dollar zu – ob man das auf Services spezialisierte Unternehmen integrieren kann, ist dabei die eine Frage; die andere, ob Aktionäre und Investoren mit der im Vergleich bescheidenen Profitquote von 6 Prozent bei EDS zufrieden sein weren. [gk]

New York Times